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Ein Fallbericht von Dr. Dirk Bleiel, Rheinbreitbach

Duraphat® Fluorid 5mg/g: Zahnpaste der Wahl in der Seniorenzahnmedizin

20.02.2018

Abb. 1: Der Fall – Parodontale Erkrankung mit ausgeprägten Zahnhalsdefekten.
Abb. 1: Der Fall – Parodontale Erkrankung mit ausgeprägten Zahnhalsdefekten.

Ältere Menschen stellen bei der Mund- und Zahngesundheit eine besondere Risikogruppe dar. Sie leiden überdurchschnittlich häufig unter freiliegenden Zahnhälsen, etwa aufgrund einer parodontalen Erkrankung, und haben ein erhöhtes Kariesrisiko. Die sorgfältige häusliche Mundhygiene fällt ihnen oft schwer. Für Senioren empfehlen sich daher Produkte mit einer erhöhten Fluoridkonzentration wie Duraphat® Fluorid 5mg/g Zahnpaste. Bei einem männlichen Parodontitis-Patienten, 72 Jahre alt, konnten wir durch die Anwendung der Zahnpaste spürbare Verbesserungen bei der Schmerzempfindlichkeit der freiliegenden Zahnhälse wie auch bei bestehenden kariösen Läsionen erzielen. Die Zahnpaste wurde sowohl im Rahmen der Unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) in der Praxis als auch vom Patienten selbst für die häusliche Mundhygiene genutzt.

Der Patient (männlich, 72 Jahre alt) war vor der Behandlung bereits seit vielen Jahren parodontal erkrankt. Aufgrund der Einnahme verschiedener Medikamente litt er zudem unter Mundtrockenheit, so dass der Speichel seine wichtige Funktion als schützender Puffer für den Zahnschmelz nur ungenügend erfüllen konnte. Der Patient wies ausgeprägte Zahnhalsdefekte mit Rezessionen auf (Abb. 1 u. 2) und reagierte nach der Parodontalbehandlung schmerzempfindlich auf Heißes, Kaltes oder Süßes. Zudem zeigten sich mehrere kariöse Läsionen.

  • Abb. 2: Röntgenaufnahme des Patienten (männlich, 72 Jahre).

  • Abb. 2: Röntgenaufnahme des Patienten (männlich, 72 Jahre).
    © Dr. Dirk Bleiel

Verzahnung von professioneller Therapie und häuslichen Maßnahmen

Unsere Therapie in der Praxis sieht eine dreimal jährliche UPT vor, bei der regelmäßig im Bereich der freiliegenden Zahnhälse mit Duraphat® Fluorid 5mg/g Zahnpaste eingebürstet wird (Abb. 3-5). In unserer Mundhygieneinstruktion empfahlen wir dem Patienten, eine Zahnbürste mit weichem Borstenfeld oder alternativ eine elektrische Zahnbürste mit Drucksensor zu nutzen, um zu stark abrasives Putzen zu verhindern. In der Ernährung sollte der Patient auf möglichst weiche und cremige Kost achten und die Trinkmenge erhöhen, um die Schleimhäute regelmäßig zu befeuchten. Zur Verringerung der Mundtrockenheit eignen sich auch speichelanregende Nahrungsergänzungsmittel oder saure, zuckerfreie Bonbons.

  • Abb. 3: Einsatz der Duraphat® Zahnpaste im Rahmen der UPT.
  • Abb. 4: Auftragen der Duraphat© Zahnpaste.
  • Abb. 3: Einsatz der Duraphat® Zahnpaste im Rahmen der UPT.
  • Abb. 4: Auftragen der Duraphat© Zahnpaste.

  • Abb. 5: Einbürsten der Zähne mit Duraphat© Zahnpaste.
  • Abb. 5: Einbürsten der Zähne mit Duraphat© Zahnpaste.

Spürbare Besserung bereits nach kurzer Zeit

Bereits eine Woche nach der ersten UPT und der häuslichen Anwendung der empfohlenen Zahnpaste berichtete der Patient von einer deutlichen Linderung der Schmerzempfindlichkeit bei Heißem, Kaltem oder Süßem.

  • Abb. 6: Status eine Woche nach UPT und Anwendung von Duraphat® Zahnpaste.

  • Abb. 6: Status eine Woche nach UPT und Anwendung von Duraphat® Zahnpaste.
    © Dr. Dirk Bleiel

Klinisch war eine Stabilisierung der kariösen Läsionen sichtbar (Abb. 6). Angesichts der generell schwierigen Mundhygienesituation bei Senioren sowie ihrem höheren Risiko für freiliegende Zahnhälse und Karies, kann eine Zahnpaste mit erhöhter Fluoridkonzentration wie Duraphat® Fluorid 5mg/g als Mittel der Wahl in der Seniorenzahnmedizin gelten.

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