Parodontologie


Effektive Behandlung von Parodontitis und Periimplantitis mittels Sauerstoff-Technologie

Abb. 1: OXYSAFE Professional Perio-Schutzgel zur Verwendung in der Praxis und OXYSAFE Professional Liquid für den Patienten zum Heimgebrauch.
Abb. 1: OXYSAFE Professional Perio-Schutzgel zur Verwendung in der Praxis und OXYSAFE Professional Liquid für den Patienten zum Heimgebrauch.

Oberstes Ziel einer erfolgreichen Parodontal- bzw. periimplantären Therapie darf nicht nur die Beseitigung des inflammatorischen Prozesses sein, sondern auch die Regeneration des parodontalen Gewebes. Eine einmalige mechanische Maßnahme (Débridement) wie Scaling und Root Planing reicht für einen langfristigen Behandlungserfolg meist nicht aus und ist nur der erste Schritt in der Parodontaltherapie. Dank einer neuartigen Sauerstoff-Technologie sorgen die OXYSAFE Professional-Produkte (Hager & Werken, Duisburg) für eine schnelle Wundheilung und Reduktion der Taschentiefe und bieten so ein individuelles Behandlungskonzept zur langfristigen PA-Prophylaxe. Wie dieses konkret aussieht, schildert im Folgenden Dr. Deborah Horch.

Auf der Suche nach einer neuen Alternative für die optimale Therapie von Parodontitis und Periimplantitis entdeckten wir auf der diesjährigen IDS in Köln die OXYSAFEProdukte. Diese sind in zwei Ausführungen erhältlich: OXYSAFE Professional Perio-Schutzgel für den Zahnarzt und OXYSAFE Professional Liquid Mundspülung für den Patienten zur häuslichen Nachsorge (Abb. 1).
Die patentierte Technologie basiert auf einer Aktivsauerstoffbasis (Kohlenwasserstoff-Sauerstoff-Komplex), die durch Kontakt mit der Schleimhaut aktiviert wird. Dabei wird der Aktivsauerstoff direkt in dem zu behandelnden Bereich freigesetzt und anaerobe Bakterien werden stark reduziert. Vereinfacht ausgedrückt: Proteine im Biofilm oxidieren und erreichen so eine verbesserte Durchlässigkeit des Biofilmes bis tief in die Zahnfleischtasche. Den anaeroben Bakterien wird die Nahrungsgrundlage entzogen, auch in den Zellwänden werden diese aufgelöst und zerstört. OXYSAFE eliminiert auf diesem Wege schädliche anaerobe Bakterien (v.a. in der Tasche), die für die Entstehung einer Parodontitis und/oder Periimplantitis verantwortlich sind (z.B. P.g., P.i., A.a.). Darüber hinaus hat das mit Sauerstoff angereicherte Mikromilieu einen nachweislich positiven Effekt auf die Regeneration parodontal geschädigten Zahnfleisches und die Zahnfleischtaschen (Abb. 2–5).

  • Abb. 2: Ausgangsbefund: geschwollener Gingivasaum, massive Plaqueanlagerungen, Blutungen.
  • Abb. 3: Zustand nach OXYSAFE-Anwendung und Débridement.
  • Abb. 2: Ausgangsbefund: geschwollener Gingivasaum, massive Plaqueanlagerungen, Blutungen.
  • Abb. 3: Zustand nach OXYSAFE-Anwendung und Débridement.

  • Abb. 4: Beginnende Abheilung mit provisorischen Kronen.
  • Abb. 5: Zustand nach 4-wöchiger Anwendung von OXYSAFE.
  • Abb. 4: Beginnende Abheilung mit provisorischen Kronen.
  • Abb. 5: Zustand nach 4-wöchiger Anwendung von OXYSAFE.

Für den Behandler wird das OXYSAFE Perio-Schutzgel in einer gebrauchsfertigen 1-ml-Spritze mit einer feinen Kunststoff- Applikationskanüle geliefert, die eine sparsame und punktgenaue Dosierung ermöglicht. Obwohl es antibakteriell und fungizid wirkt, verursacht das Gel keinen Zelltod bei Erythrozyten oder Leukozyten, ebenso bleiben Mukosazellen und Osteoblasten verschont. Bereits nach einer Behandlungsphase können eine deutliche Verringerung der Taschentiefe und sogar eine Remission der Gingiva festgestellt werden.

Wichtige Studienergebnisse

OXYSAFE wurde in diversen unabhängigen Studien untersucht. Forscher der Universität Nimwegen (Niederlande) wiesen eine Reduktion der für Parodontitis verantwortlichen Bakterien sowie der Taschentiefe um 56% nach. Bei 75% aller Periimplantitis-Patienten stellten sie einen deutlichen Heileffekt und teilweise sogar eine Reosseointegration fest (selbst bei Rauchern). Auch bei der Behandlung von chronischen Wunden erwies sich OXYSAFE als besonders effektiv. Hier konnte bei über 80% der Diabetes- Patienten eine deutliche Verbesserung bzw. in vielen Fällen eine komplette Wundheilung beobachtet werden.

Zusammenfassung

Es lässt sich festhalten, dass das Therapiekonzept mit OXYSAFE den multifaktoriellen Charakter einer Parodontitis mit einem möglichst schonenden zweistufigen Verfahren effektiv behandelt. Hierbei werden weder Antibiotika noch Chlorhexidin verwendet. OXYSAFE ist nicht zytotoxisch und verwendet keine Peroxide oder freie Radikale. Es besteht keine Gefahr für eine Bildung von Resistenzen. Das hochdosierte Perio-Schutzgel wird vom Behandler mittels einer gebrauchsfertigen Spritze direkt in die Zahnfleischtasche appliziert. Zusätzlich erhält der Patient zur Nachsorge die mitgelieferte OXYSAFE Mundspülung (auch in der Apotheke erhältlich). Diese verwendet der Patient im Anschluss an die Behandlung in der häuslichen Pflege, um den Gehalt an aktivem Sauerstoff aufrechtzuerhalten und einer Reinfektion vorzubeugen.


Weitere Informationen:
www.hagerwerken.de

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Deborah Horch