Gesellschaften/Verbände

Beratung des Bundestages zum Regierungsentwurf des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes

Parodontitistherapie erhalten!

29.09.2022

.
.

Seit Mitte 2021 sollen gesetzlich Versicherte neue Behandlungsmöglichkeiten bei Parodontitis wahrnehmen können. Diese Möglichkeiten stellt das vom Bundesgesundheitsministerium geplante GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) allerdings erheblich in Frage.

Auf Initiative der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen stimmte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) im Gesundheitsausschuss des Bundesrates dafür, die Parodontitistherapie aus der im Gesetzesentwurf geplanten Budgetierung für zahnärztliche Leistungen herauszunehmen und dadurch zu erhalten. Nach der am 23. September erfolgten ersten Lesung im Bundestag liegt der Gesetzesentwurf nun dem zuständigen Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung vor. Das Gesetz soll voraussichtlich Ende Oktober 2022 verabschiedet werden.

„In Gesprächen mit dem HMSI ist es der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen gelungen, auf die große Bedeutung der neuen präventionsorientierten Behandlungsstrecke für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten aufmerksam zu machen. Das Ministerium hat sich davon überzeugt, dass die neue PAR-Behandlungsstrecke weiterhin ermöglicht werden sollte, um der Volkskrankheit Parodontitis wirksam begegnen zu können“, sagt Stephan Allroggen, Vorstandsvorsitzender der KZV Hessen.

Nach Aufruf der KZV Hessen unterzeichneten mehr als 1.800 hessische Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte einen Protestbrief an Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach. Darin machten sie deutlich, dass die Mund- und Allgemeingesundheit von insgesamt 30 Millionen betroffenen Patientinnen und Patienten in Deutschland gefährdet ist, wenn das GKV-FinStG mit den darin vorgesehenen Maßnahmen Realität wird.

GKV-Versorgung bei Parodontitis

Seit Juli 2021 stehen gesetzlich Versicherten in Zahnarztpraxen bei der Behandlung von Parodontitis neue Möglichkeiten offen – angesichts der weiten Verbreitung dieser Volkskrankheit ein Meilenstein in der zahnärztlichen Versorgung gesetzlich Versicherter.

Bei Parodontitis handelt es sich um eine lebenslange Erkrankung. Entzündungen des Zahnfleischs bleiben nicht im Mund: Zu den möglichen Folgen einer Parodontitis zählen zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes, Lungen- und Nierenerkrankungen. Parodontitis gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit.


Quelle:
Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
csm Bild 1 gingivawucherung.jpg 06f39e04d9a5f361cbe0cb540b51d060 43c9730af5

Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.

Großes Jubiläum bei Dr. Liebe und Online-Gewinnspiel
20220914 Ajona 70 Jahre PR 1

Mit einem großen Online-Quiz auf www.ajona.de feiert Dr. Liebe aus Leinfelden-Echterdingen seine „kleine Rote“. Allen Teilnehmenden winken tolle Gewinne und als Hauptpreis einen fantastischen Elektroroller (VESPA ELETTRICA)RED. Wer gewinnen möchte, kann bis zum 31.12.2022 teilnehmen.