Prophylaxe


Haben Zahnpasten mit Hydroxylapatit eine positive Auswirkung auf die Sensibilität gebleichter Zähne?

© Jetti Kuhlemann/pixelio.de
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Insbesondere bei Schmelzsprüngen oder anderen Schmelzdefekten treten unangenehme Missempfindungen gehäuft auf. Bei der aktuellen Arbeit von Browning et al. [1] handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde klinische Studie. Alle Teilnehmer waren Erwachsene in gutem Gesundheitszustand mit der Zahnfarbe VITA-A2 oder dunkler.

Die 42 Patienten wurden in 2 Gruppen unterteilt. Die Versuchsgruppe erhielt nach dem Bleichen eine Nano-Hydroxylapatit-Paste (Renamel AfterBleach, n-HAP). Die Placebogruppe bekam eine identisch aussehende Paste, jedoch ohne Wirkstoff (Zero-HAP). Die Zahnaufhellung wurde mit einem 7%igen Wasserstoffperoxid-Präparat durchgeführt, welche einem 24%igen Carbamid-Peroxid-Produkt entspricht. Die Patienten verwendeten das Gel jeweils 30 Minuten lang zweimal täglich über einen Zeitraum von 2 Wochen. Die Studienteilnehmer waren angewiesen, keinerlei zusätzliche Präparate oder Zahnpasten zu verwenden, die Desensitizer enthalten. Die verordnete Paste wurde während der 2 Wochen des Bleichvorgangs und eine Woche zur Nachbehandlung angewendet. Zwischen Bleaching und Desensitizing sollte mindestens eine Stunde liegen.

Die Patienten bewerteten ihren Schmerzzustand nach der visuellen Analogskala, bei der ihre subjektive Empfindung mit einem vertikalen Strich auf der Bewertungslinie markiert wurde. Es wurde ein Tagebuch von insgesamt 4 Wochen geführt (eine Woche davor, 2 Wochen während und eine Woche nach dem Bleaching-Vorgang).

Ergebnisse

51 % der Patienten der Placebo-Gruppe (Zero-HAP) empfanden Schmerzen zu mindestens einem Zeitpunkt während des aktiven Bleaching-Vorgangs, hingegen berichteten nur 29 % der Patienten, welche das Präparat mit Wirkstoff erhielten, über schmerzhafte Zustände.

Der VAS-Score zeigte keine signifikanten Unterschiede in der Schmerzintensität zwischen beiden Gruppen. Bei der Applikation des Präparats Renamel waren es durchschnittlich weniger Tage, die die Patienten als schmerzhaft empfanden.

Schlussfolgerung

Die Anwendung von Nano-Hydroxylapatit-Paste führt zu einer statistisch signifikanten Reduktion der Zeitdauer der Zahnempfindlichkeit.


[1] Browning et al.: Effect of a nano-hydroxyapatite paste on bleaching-related tooth sensitivity. J Esthet Restor Dent 24, 268–276 (2012)

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Christine Zachriat

Bilder soweit nicht anders deklariert: Christine Zachriat


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
csm Bild 1 gingivawucherung.jpg 06f39e04d9a5f361cbe0cb540b51d060 43c9730af5

Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.

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