Parodontologie

Anwenderbericht

Bedürfnisorientierte Mundpflege im Risikofall

Eine wichtige Rolle bei der Therapie entzündlicher Prozesse im Mund spielt die häusliche Zahn- und Mundpflege. Wird sie nicht richtig durchgeführt oder gar vernachlässigt, steht der Erfolg der zahnärztlichen Behandlung infrage. Dieser Gefahr wirken die professionelle Beratung und die Auswahl/Empfehlung der an den individuellen Bedürfnissen orientierten Mundhygieneartikel entgegen.

Risikostellen kennen

In jedem Fall müssen Patienten wissen, wo Risikostellen liegen, die besondere Aufmerksamkeit beim Reinigen benötigen. Das Anfärben des bakteriellen Biofilms erleichtert die Beratung, weil Problemzonen zweifelsfrei zu erkennen sind. Da sehr oft Approximalbereiche betroffen sind, bietet es sich an, direkt die richtige Handhabung von Floss oder Interdentalbürste zu zeigen und zu trainieren. Die Interdentalbürsten sind individuell in passender Größe auszuwählen, wobei sich diese im Laufe der Zeit für einen Approximalbereich verändern kann. Außerdem kann der Zwischenraum von Zahn zu Zahn variieren, sodass gegebenenfalls unterschiedliche Bürstchen nötig sind.

Mehrfachschutz dank spezieller Pflegeformel

Zusätzlich zur Zahnpasta kann zur Unterstützung der Therapie einer Gingivitis oder Mukositis ein Mundpflege-Gel indiziert sein (Abb. 1) [1, 2]. Hier kann z. B. das neue Cervitec Gel von Ivoclar Vivadent (FL-Schaan) infrage kommen (Abb. 2). Das seit Jahren bewährte Cervitec Gel wurde weiter optimiert und enthält neben Fluorid und Chlorhexidin zusätzlich Xylit und D-Panthenol. Diese Kombination der Inhaltsstoffe fördert den Mehrfachschutz: Chlorhexidin kontrolliert die Entwicklung bakterieller Beläge. Entzündungen des Zahnfleisches, des periimplantären Gewebes und der Schleimhaut gehen zurück [1–3]. Fluorid hemmt die Demineralisation und fördert die Remineralisation [4]. Xylit stört den Stoffwechsel bestimmter Bakterien und kann zur Verringerung des Biofilms beitragen. Es stimuliert die Speichelproduktion und sorgt für einen angenehm kühlenden Effekt [5]. Provitamin D-Panthenol befeuchtet das Weichgewebe, hält es geschmeidig und fördert die Regeneration [6].

  • Abb. 1: Effekt der einmal täglichen Cervitec Gel-Anwendung über einen Zeitraum von drei Monaten auf den GBI (Gingival Bleeding Index), n = 30 KFO-Patienten [2].
  • Abb. 2: Professionell empfohlenes Mundpflege-Gel im Risikofall.
  • Abb. 1: Effekt der einmal täglichen Cervitec Gel-Anwendung über einen Zeitraum von drei Monaten auf den GBI (Gingival Bleeding Index), n = 30 KFO-Patienten [2].
  • Abb. 2: Professionell empfohlenes Mundpflege-Gel im Risikofall.

Mundpflege-Gel, einfach anzuwenden

Die hygienische, präzise Entnahme des Mundpflege-Gels ermöglicht die Dosiertülle, die darüber hinaus das präzise Aufbringen auf Interdentalbürsten begünstigt (Abb. 3). Dank seiner geschmeidigen Konsistenz lässt sich das abrasivstofffreie Cervitec Gel auf Gingiva und Mukosa direkt auftragen und approximal mit Interdentalbürste oder Floss einfach verteilen, was 98 % der befragten Erstanwender des neuen Mundpflege-Gels bestätigen [7]. Zum Zähneputzen eignet sich das Gel ebenfalls. Die Kombination der schützenden Inhaltsstoffe erlaubt ein ausgesprochen einfaches Vorgehen: das Gel abends anstatt der Zahnpasta benutzen und morgens die Zähne wie immer mit der gewohnten Zahnpasta putzen. Direkt nach der Verwendung des Gels nicht spülen, damit sich die schützende Wirkung voll entfalten kann. Da Cervitec Gel nur wenig schäumt, fällt es in der Regel leicht, diese Empfehlung umzusetzen. Sofern die Zähne wie beschrieben täglich gereinigt werden, sind auch bei einem Anwendungszeitraum des Gels von mehr als vier Wochen keine Verfärbungen zu erwarten.

  • Abb. 3: Präzises Aufbringen des Gels auf die Interdentalbürste.

  • Abb. 3: Präzises Aufbringen des Gels auf die Interdentalbürste.

Hinweise zu Zahnpasta und Mundpflege-Gel

Im Zusammenhang mit der gewohnten Zahnpasta sind verschiedene Punkte zu betrachten. Enthaltene Schleifmittel unterstützen eine noch bessere mechanische Reinigung und helfen, Verfärbungen vorzubeugen. Um Zähne und Restaurationen zu schonen, sollte der deklarierte RDA-Wert nicht zu hoch liegen. Sehr abrasive Pasten können die Oberflächen aufrauen, was die Anfälligkeit für die Anlagerung bakterieller Beläge sowie Verfärbungen erhöht.

Zu den Inhaltsstoffen vieler Zahnpasten zählt Natriumlaurylsulfat, das mit Chlorhexidin eine Verbindung eingehen und dessen Wirkung mindern kann [8]. Die Empfehlung, Zahnpasta und Gel nicht direkt hintereinander, sondern jeweils während verschiedener Tageszeiten anzuwenden, lässt dieses Problem erst gar nicht aufkommen.

Zinnfluoridhaltige Produkte können zu Verfärbungen führen [9]. Während des Gebrauchs eines chlorhexidinhaltigen Präparates ist daher gegebenenfalls eine alternative Zahnpasta empfehlenswert.

  • Abb. 4: Verteilen des mild schmeckenden Mundpflege-Gels auf der Zunge.

  • Abb. 4: Verteilen des mild schmeckenden Mundpflege-Gels auf der Zunge.

Angenehmer Geschmack

Da die Furchen der Zunge ein Reservoir für Bakterien bilden, sollte Cervitec Gel mit einer weichen Zahnbürste oder einem Zungenreiniger auch auf der Zunge verteilt werden (Abb. 4). Schnell wird der Atem frischer, und es stellt sich ein angenehmes Mundgefühl ein.

Für die Anwendungsbereitschaft und damit den Behandlungserfolg eine maßgebliche Rolle spielt der Geschmack. Diesen bewerten 83 % der Erstanwender des optimierten Cervitec Gels als gut oder sehr gut [7].

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Gabriele David


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