Interviews

Interview mit Dentalhygienikerin Ester Hoekstra

Prophylaxe heute: Nachhaltig, vegan, antiallergen?

04.02.2021

Eine Auswahl biologischer sowie veganer Mundpflegeprodukte.
Eine Auswahl biologischer sowie veganer Mundpflegeprodukte.

Ein beachtlicher Berg an nicht recycelbaren Kunststoffen – Zahnbürsten, Zahnpastatuben, Interdentalbürstchen und Zahnseide – türmt sich vor uns auf, wenn wir den jährlichen Verbrauch dieser Massenprodukte für die Mundhygiene in den Blick nehmen. Daher erscheint es sinnvoll, bei der häuslichen Mundhygiene sowie in der Prophylaxesitzung auf Nachhaltigkeit zu achten. Aber nicht nur die Umweltfreundlichkeit, auch die Verträglichkeit für den menschlichen Organismus rückt derzeit immer stärker in den Vordergrund bei Produktfragen, mit Labels wie „antiallergen“ und „biologisch“; auch die vegane Lebensweise findet verstärkt Aufmerksamkeit. Bei der Dentalindustrie sind diese Kriterien bereits angekommen, die Produktpaletten spiegeln dies wider. Mit Dentalhygienikerin Ester Hoekstra haben wir uns über die Besonderheiten und den Einsatz von biologischen bzw. veganen und/oder antiallergenen Produkten in der Prophylaxe unterhalten.

PnC: Liebe Frau Hoekstra, eine Ihrer Fortbildungen für das Prophylaxeteam ist mit dem Titel „Vegan? Allergen? Bio?“ Prophylaxeprodukte unter der Lupe“ überschrieben. Wie kamen Sie auf die Idee, dieses Thema aufzugreifen?

  • Ester Hoekstra.

  • Ester Hoekstra.
    © Ester Hoekstra
DH Ester Hoekstra: Teilnehmer meines Kurses zur Produktevielfalt in der Prophylaxe „Willkommen im Produkte-Dschungel“ haben mich nach veganen und biologischen Prophylaxeprodukten gefragt und sich zudem eine Fortbildung zu diesem Thema gewünscht. Daraufhin habe ich mich informiert, ins Thema eingelesen und bei der Dentalhygienikerin Birgit Schlee, die sich schon länger mit biologischer Prophylaxe beschäftigt, eine Fortbildung besucht.

Sprechen Ihre Patienten Themen wie vegane Ernährung, allergene Stoffe oder biologisch nachhaltige Inhaltsstoffe an? Gibt es viele Patienten, die vegane Zahncremes oder nachhaltige Zahnbürsten benutzen möchten?

Mir fällt auf, dass Patienten zunehmend Allergien auf dem Anamnesebogen vermerken. Daher interessiere ich mich für Produkte, die nicht oder gering allergen sind. Wenn ich die Patienten auf das Thema anspreche, finden sie es gut, dass ich auf sie eingehe und eine Lösung für das Problem parat habe. Auch merke ich, dass Menschen allgemein bewusster denken und leben und zu dieser Einstellung passen biologische oder vegane Produkte sehr gut.

Auch in der ländlichen Region, in der ich arbeite, sehe ich einen Bewusstseinswandel. Wobei das Bewusstsein für Nachhaltigkeit hier noch nicht so ausgeprägt ist wie in den Städten. Und viele Menschen wissen noch gar nicht, dass es nachhaltige oder biologische Alternativen in der Prophylaxe gibt.

Bieten Sie eine „biologische Prophylaxe-Sitzung“ als eigenständige Leistung an?

Ja. Aber wir werben zurzeit nicht damit, weil wir einfach zu geringe Kapazitäten haben, um neue Patienten zu betreuen. Nach unserem geplanten Praxisumzug werden wir mehr Personal und weitere Räume zur Verfügung haben. Dann können wir auch aktiv die biologische Prophylaxe anbieten. Wir berechnen für eine biologische oder auch vegane Prophylaxe übrigens nicht mehr als für eine bei uns übliche Prophylaxesitzung. Die Prophylaxe- Sitzung wird bei uns immer von Dentalhygienikerinnen ausgeführt.

Dann halten Sie ein Sortiment biologischer oder veganer Produkte vor?

Wir haben ein Fach mit speziellen Produkten, die wir für eine biologische Prophylaxe einsetzen, aber unser Sortiment ist eher klein, da die Nachfrage ja noch begrenzt ist.

Was verstehen Sie eigentlich unter „bio“?

Unter „bio“ verstehe ich biologisch angepasst, also umweltfreundlich bzw. artgerecht. Bio-Produkte beinhalten natürliche Inhaltsstoffe. Das können durchaus tierische Produkte sein, jedoch aus artgerechter Haltung, z.B. mit einem qualitativ guten Futter und ohne Antibiotika-Einsatz aufgezogen. Die natürlichen pflanzlichen Inhaltsstoffe, wie z.B. Minze, sollten aus ökologischem Anbau stammen, ohne chemische Düngung und Schädlingsbekämpfungsmittel.

Was macht eine Bio-Zahncreme aus?

Eine Bio-Zahncreme besteht aus pflanzlichen und natürlichen Inhaltsstoffen, die nachhaltig produziert werden. Beispiele für spezielle Inhaltsstoffe in zertifizierten Zahnpasten mit einem Bio-Siegel sind Sodium Cocoyl Glutamate, pflanzliches Glycerin, Magnesiumstearat, Aqua, Xylitol, Schwarzkümmel oder Neem.

Während in Bio-Kosmetik tierische Produkte enthalten sein können, dürfen vegane Pflegemittel keine tierischen Bestandteile beinhalten. Viele Menschen wissen sicherlich gar nicht, dass tierische Stoffe in Mundpflegeprodukten eine Rolle spielen. Können Sie uns Beispiele nennen?

Beispiel sind Calciumphosphat und Hydroxylapatit. Diese Stoffe können aus Tierknochen gewonnen werden. Das muss aber nicht der Fall sein. Gleiches gilt für Glycerin, das aus Schweinefett, aber auch auf Pflanzenbasis hergestellt werden kann. Glycerin ist in fast allen Zahnpasten enthalten. Ein weiterer nicht veganer Inhaltsstoff ist Mel, er wird aus Honig gewonnen.

Als Verbraucher kann man oft nicht erkennen, ob Ausgangsstoffe pflanzlicher oder tierischer Herkunft sind und ob das Produkt Biostandards genügt. Um sicherzugehen, ein veganes oder biologisches Produkt zu kaufen, sollte man auf die einschlägigen Labels achten. Beispiele dafür sind die Veganblume und das V-Label für vegane Produkte und das BDIH-Prüfzeichen für Bio-Produkte.

  • Die Veganblume wird von der Vegan Society England vergeben und kennzeichnet Produkte, die keine tierischen Inhaltsstoffe oder Hilfsstoffe enthalten und bei denen keine tierischen Produkte im Herstellungsprozess verwendet werden. Tierversuche dürfen weder für das Produkt noch für die Bestandteile durchgeführt werden. Einsatz von Gentechnik muss ausgewiesen werden. www.vegansociety.com/;https://www.vegansociety.com/the-vegan-trademark.
  • Das V-Label wurde von der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) entwickelt. Die EVU ist eine Dachorganisation für Vegetarier-Vereine und -Gruppen in Europa. In Kosmetikprodukten, die mit dem V-Label „vegan“ lizenziert sind, dürfen keine tierischen Inhaltsstoffe verwendet werden. Auch dürfen die zur Verarbeitung eingesetzten Stoffe auf allen Prozess- und Verarbeitungsstufen nicht von Tieren stammen; Tierversuche bzw. Tests am Tier sind verboten. Das V-Label überprüft in einer jährlichen Abfrage die Aktualität der Herstellerangaben. Weitere Infos: https://www.v-label.eu
  • Die Veganblume wird von der Vegan Society England vergeben und kennzeichnet Produkte, die keine tierischen Inhaltsstoffe oder Hilfsstoffe enthalten und bei denen keine tierischen Produkte im Herstellungsprozess verwendet werden. Tierversuche dürfen weder für das Produkt noch für die Bestandteile durchgeführt werden. Einsatz von Gentechnik muss ausgewiesen werden. www.vegansociety.com/;https://www.vegansociety.com/the-vegan-trademark.
  • Das V-Label wurde von der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) entwickelt. Die EVU ist eine Dachorganisation für Vegetarier-Vereine und -Gruppen in Europa. In Kosmetikprodukten, die mit dem V-Label „vegan“ lizenziert sind, dürfen keine tierischen Inhaltsstoffe verwendet werden. Auch dürfen die zur Verarbeitung eingesetzten Stoffe auf allen Prozess- und Verarbeitungsstufen nicht von Tieren stammen; Tierversuche bzw. Tests am Tier sind verboten. Das V-Label überprüft in einer jährlichen Abfrage die Aktualität der Herstellerangaben. Weitere Infos: https://www.v-label.eu

Fluoride sind essenziell für die Kariesprophylaxe. Wie sieht es mit dem Fluoridanteil in veganen bzw. biologischen Zahncremes aus? Gibt es vegane Alternativen mit empfohlenem Fluoridgehalt von 1.450 ppm?

Ja, die gibt es; zum Beispiel die Zahncreme Pfefferminz & Zitrone mit 1.450 ppm Fluorid von Niyok. Allerdings enthalten viele veganbiologische Zahnpasten tatsächlich kein Fluorid, sondern andere Wirkstoffe wie Xylit oder Kokosöl. Wir brauchen aber Fluoride für die Kariesprophylaxe.

Geht eigentlich auch „All-in-One“ – also beispielsweise Zahncremes, die vegan, bio und antiallergen sind?

All-in-One gibt es auch. Zumal vegane und biologische Zahncremes allergene Stoffe möglichst vermeiden. Aber aufgepasst: Vegane bzw. natürliche Substanzen, etwa bestimmte Aromen oder Pflanzen, können durchaus Allergien auslösen.

Welche biologisch-veganen Produkte fehlen Ihrer Meinung nach derzeit noch im Portfolio der Individualprophylaxe?

Ich wünsche mir eine Polierpaste sowie Prophylaxepulver, die 100%ig biologisch und/oder vegan sind. Am nächsten kommt einer solchen Alternative ein auf dem Markt erhältliches Prophylaxepulver, das vegan in der Zusammensetzung ist, aber nach Auskunft einer Firmenmitarbeiterin am toten Tier getestet wurde, was etwa gegen die Kriterien der Vegan-Siegel verstoßen würde. Auch ein größeres Sortiment an nachhaltigen Interdentalbürsten verschiedener Größen wäre sinnvoll.

Welche Rolle spielen Allergien in der Prophylaxe-Sitzung und bei welchen Inhaltsstoffen ist Vorsicht geboten?

Eine Allergie ist eine Fehlfunktion des körpereigenen Immunsystems. Es löst eine überempfindliche Reaktion auf eigentlich harmlose Stoffe aus, wie Blütenpollen oder Gluten. Wir sollten Allergien bei unseren Patienten vor jeder zahnärztlichen Behandlung erfragen. Eine Allergie sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden, sondern auch in der Prophylaxe beachtet werden.

Viele Menschen reagieren allergisch auf Menthol, das in vielen Zahnpflegeprodukten verarbeitet wird. Auch Natriumlaurylsulfat kann Reaktionen auslösen. Bei den natürlichen Inhaltsstoffen ist es beispielsweise das Nelkenöl, das eine allergische Reaktion auslösen kann. Nelkenöl ist z.B. in einem gängigen Chlorhexidin-Gel enthalten. Bei Asthma oder einer Harz-Allergie sollte Kolophonium vermieden werden. Kolophonium wird aus Baumharz gewonnen und ist in vielen Lacken mit klebriger Konsistenz, also auch in Fluoridlacken, enthalten. Aus Studien wissen wir, dass 20% der Durchschnittsbevölkerung unter Kontaktallergien leiden und Kolophonium eines der häufigsten Allergene ist. Sogar Chlorhexidin kann Überempfindlichkeiten auslösen.

Welche Alternativen gibt es?

Bei Kolophonium-Allergie ist Bifluorid von Voco eine gute Alternative, allerdings sollte Bifluorid nicht bei einer Nelkenöl-Allergie benutzt werden. Bei Mundspüllösungen kann zum Beispiel Blue M oder Aloe Vera als Alternative eingesetzt werden. Bifluorid und Blue M sind allerdings nicht biologisch oder vegan, anders als Aloe Vera. Bei Menthol-Allergie ist Weleda Calendula eine biologische Alternative, enthält jedoch kein Fluorid. MinOral ist ein Beispiel für eine vegane, mentholfreie Zahnpasta. Happybrush, Parodontax und Meridol sind Beispiele für Zahnpasten ohne Natriumlaurylsulfat.

Sie sagten eingangs, dass Patienten in der Anamnese zunehmend allergische Reaktionen angeben. Gilt das auch für allergische Reaktionen auf Mundpflegeprodukte?

Oft geben Patienten allergische Reaktionen auf Pflegeprodukte nicht an, weil sie es vergessen oder der Meinung sind, dass wir diese Produkte ohnehin nicht benutzen. Es ist immer sicherer, im Zweifelsfall noch einmal aktiv nachzufragen. Manchmal wissen die Patienten auch gar nicht, dass sie allergisch auf ein Produkt reagieren und nehmen dies dann erst in der Prophylaxe- Sitzung wahr. Ödematöses und blutendes Zahnfleisch, Wundheilungsstörungen oder eine Cheilitis, also eine Lippenentzündung, werden fast nie als allergische Reaktionen vom Patienten erkannt und somit nicht mit uns besprochen. Manchmal muss man lange nach der Ursache solcher Beschwerden suchen. Gute Kommunikation und eine Menge Geduld sind in solchen Fällen unerlässlich.

Produkte für die häusliche Mundpflege sind aufgrund ihrer Verpackung bzw. ihres Materials für die Umwelt häufig belastend. Mittlerweile gibt es einige Alternativen. Wie stehen Sie zu Zahnbürsten aus Holz oder Biokunststoffen?

Definitiv haben diese eine bessere Ökobilanz als herkömmliche Produkte. Die Rohstoffe für die meisten Holz-, Bambus- oder Biokunststoff-Zahnbürsten werden ökologisch angebaut. Die Hersteller verlangen einen Nachweis dafür, die Betriebe müssen zertifiziert sein für biologischen Anbau und Standards einhalten. Ein Problem sind allerdings oftmals die Borsten: Nylonborsten müsste man vor dem Entsorgen im Biomüll herauszupfen …

Bei den Zahncremes schlagen die Kunststofftuben negativ zu Buche. Sind Zahnputztabletten eine Alternative?

Zahnputztabletten sind in Biomärkten schon länger erhältlich. Eine bekannte Marke ist Denttabs. Laut Anbieter besteht die Verpackung im Wesentlichen aus Papier mit einer Trennschicht auf Maisstärke-Basis und soll voll kompostierbar sein. Außerdem enthalten die Tabs kein Wasser, wodurch das Produkt leichter ist und Energie beim Transport gespart wird. Die Tabletten bestehen zudem aus weniger Inhaltsstoffen als herkömmliche Zahnpasta aus der Tube. Kieselerde, Natron, Zitronensäure, Magnesiumstearat, Menthol, Minze, Eugenol und Stevia sind Bestandteile dieser Zahnputztabletten. Auch Fluorid ist vorhanden, aber leider nur in sehr geringer Menge. Wenn der empfohlene Fluoridgehalt von 1.450 ppm erreicht werden soll, müsste man drei Denttabs für das Zähneputzen kauen und das ist einfach zu viel. Ich finde es übrigens auch gewöhnungsbedürftig, erst zu kauen, bevor ich putzen kann.

Aber das ist ja individuell sicher unterschiedlich. Wie ist das eigentlich mit solchen individuellen Vorlieben bei der Zahnpflege – berücksichtigen Sie diese auch in der Prophylaxe-Sitzung?

Aber sicher – die Bedürfnisse, Wünsche und subjektiven Vorlieben unserer Patienten sind uns wichtig. Nur so können wir gut mit ihnen zusammenarbeiten und eine gute häusliche Mundpflege erreichen!

Vielen Dank!

 

ProduktBio? Vegan? Antiallergen? Nachhaltig?Anmerkungen (z.B. bzgl. Wirkstoffen, Prüfsiegel)Hersteller-Homepage
Zahnpasten
Alterra Bio-Minze ZahnpastaBio, vegan, ohne Mikroplastik, klimaneutralEnthält Natriumfluorid – keine Angabe der Konzentration Veganblume, NaTrue-SiegelRossmann.de
Alverde 5 in 1 Zahncreme NanaminzeBio, vegan, ohne MikroplastikEnthält 1450 ppm Natriumfluorid, Nanaminzöl, Kräuter kein Natriumlaurylsulfat Veganblume, NaTrue-Siegeldm.de
Colgate Smile for good: Täglicher Kariesschutz ZahnpastaBio, vegan, nachhaltigEnthält Natriumfluorid (keine Angabe zur Konzentration) COSMOS NATURAL nach dem COSMOS Standard durch Ecocert Greenlife zertifiziert Recyclebare Tube und Kartoncolgate.de
Colgate Smile for good: Kariesschutz & Whitening ZahnpastaBio, vegan, nachhaltigEnthält Natriumfluorid (1450 ppm F-) COSMOS NATURAL nach dem COSMOS Standard durch Ecocert Greenlife zertifiziert Recycelbare Tube und Kartoncolgate.de
CP GABA Meridol ZahnpastaOhne NatriumlaurylsulfatOlaflur und Zinnfluorid (1400 ppm)Meridol.de
DenttabsNachhaltig und verpackungssparendKleine Tabletten statt Tuben. CO2-reduzierend Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Design 2020 BDIH-COSMOS Siegel Nur geringer FluoridgehaltDenttabs.de
gsk: Parodontax FluoridOhne NatriumlaurylsulfatEnthält 1400 ppm NatriumfluoridParodontax.de
GUM Bio: Fresh Mint ZahnpastaBio, vegan, nachhaltigEnthält 1.450 ppm Natriumfluorid Weitere Inhaltsstoffe: Bio Aloe Vera (entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral) Bio-Pfefferminze für frischen Atem; antioxidativ Cosmos Organic Siegel, Veganblume.sunstargum.com
Happybrush Zahnpasta: SuperMint, SuperBlack, SuperWhite, SuperCoco und SuperSoftBio, vegan, nachhaltig, ohne MikroplastikEnthält 1450 ppm Natriumfluorid Tube 100% recyclebar/30% recycelte Tube, FSC-zertifizierte AltpapierverpackungHappybrush.de
Niyok Zahncreme aus Kokosöl – Pfefferminze & Zitrone FLUORIDBio, vegan, nachhaltigEnthält 1450ppm Fluorid sowie Bio-Kokosöl, Pfefferminze und Zitrone COSMOS NATURAL zertifiziert Nachhaltige Verpackung (Kreidetube) und BaumprojektNiyok.de
One Drop Only Naturals Vegane ZahncremeBio, veganEnthält 1450ppm Fluorid, Bio-Minze und Aloe Vera Natur- und Biokosmetik nach dem Ecocert Standard durch Ecocert Greenlife zertifiziert, Vegan-SiegelOnedroponly.de
Pflüger MinOral ZahnpastaVegan, mentholfrei, ohne MikroplastikEnthält nur sehr wenig Fluorid, zusätzlich Xylit VeganblumePflueger.de
Mundspüllösungen
Alterra Bio-Minze MundspüllösungBio, vegan, ohne Mikroplastik, klimaneutralEnthält u.a. Zinkgluconat, essenzielle Öle und 500 ppm Natriumfluorid Veganblume, NaTrue-SiegelRossmann.de
Alverde 5 in 1 MundspüllösungBio, vegan, ohne MikroplastikEnthält Salbei- und Aloe-Vera-Extrakt sowie Zinkgluconat Veganblume, NaTrue-Siegeldm.de
One Drop Only Naturals Vegane MundspülungBio, vegan, nachhaltigEnthält Bio-Minze, Aloe Vera und Stevia sowie 226 ppm Fluorid, Natur- und Biokosmetik nach dem Ecocert Standard durch Ecocert Greenlife zertifiziert, Vegan-Siegel und FSC-Siegel für umweltfreundliche VerpackungOnedroponly.de
Zahnbürsten & Co.
Colgate Bamboo Aktivkohle Zahnbürste (weich)NachhaltigNachhaltig angebauter Bambus statt Kunststoffgriff und recycelbare Kartonverpackung Borsten müssen vor Kompostierung entfernt werden.colgate.de
TePe GOOD Produktlinie - Zahnbürsten - Zungenreiniger - Zahnseide-SticksNachhaltigTePe GOOD™ Produktlinie aus Biokunststoff aus Zuckerrohr; 95% klimaneutraler Produktlebenszyklus der ZB Zahnbürsten: Weiche Zahnbürstenborsten aus Rizinusöltepe.com

Hintergrund: Biologische vs. vegane Kosmetik

Naturkosmetik ist zwar oftmals auch vegan, dies ist aber nicht zwingend der Fall. Gleiches gilt umgekehrt: Ein veganes Produkt muss nicht unbedingt den Bio-Standards einschlägiger Siegel mit weitreichenden Bestimmungen hinsichtlich der Inhaltsstoffe und deren Herstellung genügen. Der BDIH (Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel) -Standard für Bio-Kosmetik hat das Ziel, den Begriff „Naturkosmetik“ im Interesse des Verbrauchers nachvollziehbar zu definieren und Transparenz zu schaffen.

Die Kriterien für das Prüfsiegel beziehen sich einerseits auf Gewinnung bzw. Erzeugung der Kosmetikrohstoffe und andererseits auf die Herstellung des Kosmetikprodukts; Belange des Tier- und Artenschutzes werden berücksichtigt. Kosmetikprodukte, die mit dem BDIH-Prüfzeichen oder dem NaTrue-Siegel ausgezeichnet sind, wurden ohne Tierversuche entwickelt und produziert. Die Verwendung von tierischen Inhaltsstoffen wie Milch oder Honig ist erlaubt.

Um den Naturkosmetikstandard und das etablierte Prüfzeichen auch international zu verankern, hat der BDIH die International Organic and Natural Cosmetics Corporation (IONC GmbH) gegründet. Die IONC GmbH prüft und vergibt die COSMOS-Signaturen „COSMOS natural“ und „COSMOS organic“ für Endprodukte sowie „COSMOS certified“ und „COSMOS approved“ für Rohstoffe zusammen mit dem Kontrollzeichen des BDIH.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.ionc.info/.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Ester Hoekstra


Im kostenlosen Live-Webinar „Professionelle Materialwirtschaft heute: Herausforderungen und Lösungsansätze“ von Wawibox am 06.10.2021 von 14:00–15:00 Uhr erfahren Sie von Materialeinkauf, über die Preisgestaltung bis hin zur Optimierung Ihrer Liquidität alles über den Dentalmarkt Deutschland.

 

Jetzt kostenlos anmelden