Gesellschaften/Verbände


Mehr Geld für Zahnmedizinische Fachangestellte

17.12.2019

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Die Tarifgehälter für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) werden ab Januar 2020 in Hamburg, im Saarland und in Westfalen-Lippe erhöht. Um jeweils 70€ steigen die monatlichen Ausbildungsvergütungen und betragen ab Jahresbeginn im 1. Ausbildungsjahr 870€, im 2. Ausbildungsjahr 910€ und im 3. Ausbildungsjahr 970€.

 

 

In den ersten drei Berufsjahren werden die Tarifgehälter um 152,50€ und im 4. bis 6. Berufsjahr um 133,00€ erhöht. Je nach Berufsjahrgruppe betragen die weiteren Steigerungen zwischen 3,8 und 4,8% (Laufzeit 18 Monate). In einer 2. Stufe werden die Gehälter bis zum 15. Berufsjahr ab dem 01.07.2021 um linear 3% angehoben (Laufzeit 12 Monate). Für die höheren Berufsjahrgruppen wurden differenzierte Regelungen vereinbart.

Einigung am 27. November 2019

Auf dieses Ergebnis hatten sich die Tarifpartner – der Verband medizinischer Fachberufe e.V. für ZFA sowie die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen für Zahnmedizinische Fachangestellte/Zahnarzthelfer/innen (AAZ) – am 27. November in Hamburg geeinigt. Nach Ablauf der Erklärungsfrist ohne Widerspruch ist der neue Tarifvertrag gültig und steht mit allen Gehaltstabellen zum Download bereit. 

AAZ

„Es ist uns gelungen, die Interessen unseren Praxen bezüglich einer moderaten Kostensteigerung, weil beispielsweise der GOZ-Punktwert seit 30 Jahren nicht erhöht wurde, mit der - auch pekuniär - notwendigen Attraktivitäts- und Imagesteigerung unseres ZFA-Berufs zusammen zu bringen“, erläuterte Hans-Joachim Beier, Vorsitzender der AAZ. „Die Laufzeit von 2,5 Jahren gibt den Praxen Planungssicherheit; die prozentual durchschnittliche Erhöhung von 3% p. a. ist noch vertretbar.“ 

Der Tarifpartner für ZFA - die AAZ - vertritt Zahnärztinnen/Zahnärzte als Arbeitgeber aus den Kammerbereichen Hamburg, Hessen, Saarland und Westfalen-Lippe.

Verband medizinischer Fachberufe e.V.

„Mit diesem Abschluss haben wir bei den Anfangsgehältern einen Bruttostundenlohn von 12,09€ erzielt“, erklärt Carmen Gandila, Verhandlungsführerin im Verband medizinischer Fachberufe e.V. „Dieser deutliche Sprung ist wichtig, um dem Beruf wieder Attraktivität zu verschaffen. Denn der Fachkräftemangel ist extrem.“ Gleichzeitig appelliert die Tarifexpertin an die ZFA, durch entsprechende Aufstiegsfortbildungen die Basis für höhere Tätigkeitsgruppen zu legen, und so Zuschläge von 7,5%, 17,5%, 25% und 30% auf die Tätigkeitsgruppe I zu erhalten.

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. vertritt als unabhängige Gewerkschaft die Interessen von Medizinischen, Zahnmedizinischen und Tiermedizinischen Fachangestellten sowie angestellten Zahntechniker/innen. 


Tarifvertrag ZFA:
www.vmf-online.de/zfa-tarife 
www.zahnaerzte-wl.de/images/zakwl/Dokumentenservice/VTV.pdf 


Quelle:
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe


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