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Ausgezeichnete Projekte zur Verbesserung der Mundgesundheitskompetenz

05.04.2022

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Auf einer virtuellen Preisverleihung haben die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und CP GABA den Präventionspreis 2021 zum Thema „Mundgesundheitskompetenz: Körperliche, sprachliche und kulturelle Einschränkungen überwinden und die Chancen der digitalen Zahnmedizin nutzen“ verliehen. Die Auszeichnung ist Teil der gemeinsam ins Leben gerufenen „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“.

Die drei Gewinnerprojekte wurden rückwirkend für das Jahr 2021 ausgezeichnet. In ihren Bewerbungen stellten die Preisträger*innen Ideen und Ansätze vor, wie Barrieren abgebaut werden können und Menschen trotz körperlicher, sprachlicher und kultureller Einschränkungen Zugang zu Mundhygienemaßnahmen erhalten, die ihre Mundgesundheit mitunter sogar verbessern können. Die Preise waren insgesamt mit 5.000 Euro dotiert.

Die Preisträger*innen

Den ersten Preis erhielten Prof. Dr. Hüsamettin Günay und Dr. Karen Meyer-Wübbold von der Arbeitsgruppe (AG) „Zahnärztliche Gesundheitsförderung – interdisziplinär“ an der Medizinischen Hochschule Hannover. Mit ihrem Projekt „Unterstützung der Eigenverantwortung und Verbesserung der Mundhygiene bei Senioren durch Selbstkontrolle“ überzeugten die Wissenschaftler*innen die Jury. Ihre Untersuchungen im Bereich häusliche Mundhygiene konnten zeigen, dass sich eine Verbesserung dieser sowie eine erhöhte Gesundheitskompetenz durch Selbstkontrolle des Putzvorgangs und des Putzergebnisses erreichen lassen. Auch fanden die Wissenschaftler*innen heraus, dass eine einfache App oder ein einfacher Abakus geeignete Mittel sind, um ältere Patient*innen bei ihrer Selbstkontrolle zu unterstützen, wodurch sich die Mundhygiene signifikant verbessern lässt.

  • 1. Preis: (v.l.n.r.) Dr. Karen Meyer-Wübbold, Prof. Dr. Hüsamettin Günay, AG „Zahnärztliche Gesundheitsförderung – interdisziplinär“, Medizinische Hochschule Hannover.

  • 1. Preis: (v.l.n.r.) Dr. Karen Meyer-Wübbold, Prof. Dr. Hüsamettin Günay, AG „Zahnärztliche Gesundheitsförderung – interdisziplinär“, Medizinische Hochschule Hannover.
    © privat

Der zweite Preis ging an Dr. Anna-Lena Hillebrecht und Simone Steffens vom Universitätsklinikum Freiburg mit dem Projekt „Globe Smile“, einer kultursensiblen Online-Plattform zur Verbesserung der Mundgesundheitskompetenz von Personen mit Fluchthintergrund. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um Menschen, die in ihren Heimatländern oder auch auf der Flucht keinen Zugang zu zahnmedizinischen Präventionsprogrammen hatten bzw. haben, für Oralprophylaxe-Maßnahmen zu sensibilisieren.

  • 2. Preis: (v.l.n.r.) Simone Steffens, Dr. Anna-Lena Hillebrecht, Universitätsklinikum Freiburg.

  • 2. Preis: (v.l.n.r.) Simone Steffens, Dr. Anna-Lena Hillebrecht, Universitätsklinikum Freiburg.
    © privat
Somit werden bei „Globe Smile“ kultursensible Erklärvideos angeboten, die den täglichen Ablauf der Zahnpflege zeigen und in arabischer, persischer und türkischer Sprache vertont wurden. Für die Zukunft ist geplant, Videos gemeinsam mit geflüchteten Personen in weitere Sprachen, wie beispielsweise Französisch oder Somali, zu übersetzen.

Den dritten Preis erhielten Dr. Boris Jablonski und Prof. Dr. Anahita Jablonski-Momeni von der Zahnarztpraxis Dr. Jablonski in Lollar für ihre Einreichung „Dentale Versorgungs- und Betreuungskonzepte für Menschen in Pflege anhand von zukunftsorientierten modernen Techniken“. In dieser stellten sie innovative Ideen für eine zahnärztliche Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf vor und gingen dabei auch auf neue technische Möglichkeiten, wie etwa die der Telemedizin, ein.

  • 3. Preis: (v.l.n.r.) Dr. Boris Jablonski, Prof. Dr. Anahita Jablonski-Momeni, Zahnarztpraxis Dr. Jablonski, Lollar

  • 3. Preis: (v.l.n.r.) Dr. Boris Jablonski, Prof. Dr. Anahita Jablonski-Momeni, Zahnarztpraxis Dr. Jablonski, Lollar
    © privat

Das Schwerpunktthema

Manche Bevölkerungsgruppen haben einen erschwerten Zugang zur Mundgesundheit und müssen dabei körperliche, sprachliche und kulturelle Hindernisse überwinden. Bei der Ausschreibung des Präventionspreises 2021 wurden Ideen und Ansätze gesucht, die aufzeigen, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnmediziner*innen und anderen Fachgruppen diese Barrieren überwinden kann, mit dem Ziel, die zahnmedizinische Prävention und Mundgesundheit für alle Menschen in Deutschland zu verbessern.

Der unabhängigen Jury gehörten unter anderem Priv.-Doz. Dr. Ghazal Aarabi (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Prof. Dr. Dr. Dr. Dominik Groß (RWTH Aachen), der Mitautor der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V), Prof. Dr. Ulrich Schiffner (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) sowie Prof. Dr. Falk Schwendicke (Charité Berlin) an.

Die Initiative

Das Ziel der 2015 von BZÄK und CP GABA ins Leben gerufenen Initiative ist es, praxisrelevante Präventionskonzepte zu fördern, die zu einer mundgesunden Zukunft führen. Erfolgreiche Projekte und vielversprechende Ansätze sollen identifiziert, ausgezeichnet und durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden. Die bisherigen Fokusthemen der Initiative waren „Frühkindliche Karies“ (Early Childhood Caries – ECC), „Mundgesundheit in der Pflege“, „interdisziplinäre Gruppenprophylaxe“, „Präventive Ansätze in der Verbindung von Medizin und Zahnmedizin“, „Patient und zahnärztliches Team – eine starke Allianz für die Mundgesundheit“ und „Interdisziplinäre Allianz zur zahnmedizinischen Prävention in der Schwangerschaft“.


Unternehmenskontakt

Dr. Burkhard Selent
Colgate-Palmolive
Services CEW GmbH
www.cpgabaprofessional.de

Pressekontakt:
Erika Hettich
Accente BizzComm GmbH
Lortzingstr. 1
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Dipl.-Des. Jette Krämer-Götte,
Bundeszahnärztekammer (BZÄK),
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