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Zink – wichtig für die Zahn- und Mundgesundheit

18.07.2018

Eine ausreichende Zinkversorgung spielt auch in der zahmedizinischen Prophylaxe eine wichtige Rolle.
Eine ausreichende Zinkversorgung spielt auch in der zahmedizinischen Prophylaxe eine wichtige Rolle.

Wird über die Rolle des essenziellen Spurenelementes Zink gesprochen, liegt der Fokus meist auf seiner Bedeutung für das Immunsystem, die Wundheilung sowie die Schönheit von Haut, Haaren und Nägeln. Gelegentlich wird seine Wichtigkeit bei der Funktion der Sinnesorgane oder für die Fruchtbarkeit von Mann und Frau thematisiert. Nur sehr selten geht es jedoch um seinen Einfluss auf die Zahn- und Mundgesundheit. Doch auch für die zahnmedizinische Prophylaxe hat die ausreichende Zinkversorgung einen hohen Stellenwert.

Zink befindet sich in der Mundhöhle im Zahnschmelz sowie im Speichel. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Mineralisierung und Remineralisierung der Zähne. Weil Zink damit den Zähnen einen gewissen Schutz vor bakteriellen Säureangriffen bietet, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Kariesprophylaxe. Darüber hinaus hat es einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Mundschleimhaut. Ein Review bezeichnet das Spurenelement daher zusammenfassend als wertvoll für den Erhalt der Mundgesundheit [1].

Gesunde Schleimhaut, gesundes Gewebe

Nicht nur die Zähne, sondern auch die gesamte Mundschleimhaut profitiert von einer ausreichenden Zinkversorgung. Aphthen, Gingivitis, Parodontitis oder Herpes stehen oft mit einem erniedrigten Zinkspiegel im Zusammenhang. So zeigte eine Studie mit 368 Teilnehmern, dass Patienten mit Erkrankungen der Mundschleimhaut signifikant niedrigere Zinkspiegel im Blut aufwiesen als die mundgesunde Kontrollgruppe [2]. Eine weitere Studie wies nach, dass eine höhere Zinkaufnahme mit der Nahrung mit einem niedrigeren Spiegel der Matrix-Metalloproteinase-8 (MMP-8) verbunden war. Das Entzündungsenzym zerstört die Kollagenfasern des Zahnhalteapparates und führt zum Gewebeabbau [3]. Zink kann auf diese Weise zur Gesunderhaltung des Zahnhalteapparates und damit auch zum Zahnerhalt beitragen.

Auch Patienten mit wiederkehrendem Herpes labialis weisen häufig einen Mangel des Spurenelements auf. Dabei kann sich Zink positiv auf die Häufigkeit und Dauer von Lippenherpes auswirken [4, 5].Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung unterstützt das Spurenelement das Abheilen der Bläschen zusätzlich. Auch Aphthen treten seltener auf bzw. heilen besser, wenn der Körper über genügend Zink verfügt [6].

Zink gegen Mundgeruch

Etwa ein Viertel aller Menschen leidet unter unangenehmem Mundgeruch [7]. Als Ursachen gelten unter anderem falsche oder nachlässige Mundhygiene sowie Zahnprobleme. In solchen Fällen kann Zink zu einer Verbesserung beitragen: Eine aktuelle Studie konnte zeigen, dass Zinkionen nicht nur mit den verursachenden Schwefelverbindungen reagieren, sondern gleichzeitig das Wachstum der Bakterien hemmen, die diese flüchtigen Schwefelverbindungen produzieren [8]. Als Soforthilfe können beispielsweise zinkhaltige Lutschtabletten zum Einsatz kommen, längerfristig empfiehlt sich ein Ausgleich des Zinkhaushalts.

Zink bei radiogener Mukositis

Zu den Nebenwirkungen von Krebstherapien, insbesondere bei der Strahlentherapie von Kopf-Hals-Tumoren, gehören Mukositiden. Eine Supplementierung mit Zink kann ihre Entstehung sowohl hinauszögern als auch abmildern. Zu diesem Ergebnis kam eine doppelblinde, randomisierte Studie. Bei den Probanden, die mit einem Zinkpräparat behandelt wurden, entwickelte sich eine Grad-2-Mukositis erst später als in der Kontrollgruppe und wies zudem einen milderen Verlauf auf [9]. Auch in der S3-Leitlinie zur supportiven Therapie onkologischer Patienten wird zur Prophylaxe der radiogenen oralen Mukositis neben Benzydamin auch Zink empfohlen [10].

Zinkzufuhr oft unzureichend

Laut nationaler Verzehrsstudie erreichen 32 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen die empfohlene Zufuhrmenge an Zink nicht [11]. Frauen sollen täglich 7 mg, Männer 10 mg Zink über die Nahrung aufnehmen. Bei Schwangeren und während der Stillzeit steigt die empfohlene Aufnahme sogar auf 10 bis 11 mg Zink täglich. Wenn der Bedarf nicht über die Ernährung gedeckt werden kann, empfiehlt sich eine gezielte Supplementierung, beispielsweise mit den Zink-Präparaten von Verla-Pharm. Diese sind in verschiedenen Dosierungen und Darreichungsformen als Arzneimittel zur Behandlung eines Zinkmangels (Zink Verla® 10 mg, Zink Verla® OTC 20 mg oder Zinkbrause Verla® 25 mg), aber auch als Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Zinkhaushalts (Zinkletten Verla®, Zink Verla® C oder Zink Verla® C purKaps) in der Apotheke erhältlich.

Quelle: Verla-Pharm

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Literatur

[1] Fatima T, Haji Abdul Rahim ZB, Lin CW, Qamar Z. Zinc: A precious trace element for oral health care? J Pac Med Assoc 66(8): 1019-1023.

[2] Bao ZX, Yang XW, Shi J, Liu LX. Serum zinc levels in 368 patients with oral mucosal diseases: A preliminary study. Med Oral Patol Oral Cir Bucal 2016; 21(3): e335-e340.

[3] Kasuma N, Oenzil F, Indrawaty Lipoeto N. Correlation between Matrix Metalloproteinase 8 in Gingival Crevicular Fluid and Zink Consumption. Pak J Nutr 2016; 15(1): 72-75.

[4] Khozeimeh F, Jafari N, Attar AM, Jafari S, Ataie M. Comparative analysis of salivary zinc level in recurrent herpes labialis. Dent Res J 2012; 9(1): 19-23.

[5] Femiano F, Gombos F, Scully C. Recurrent herpes labialis: a pilot study of the efficacy of zinc therapy. J Oral Pathol Med 2005; 34(7): 423-425. 

[6] Patel A, von Fraunhofer JA, Bashirelahi N. What every dentist should know about zinc. Gen Dent 2011; 59(2): 110-114. 

[7] Filippi A. Halitosis – eine aktuelle Kurzübersicht. Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde 2009; 31(4): 170-177.

[8] Suzuki N, Nakano Y, Watanabe T, Yoneda M, Hirofuji T, Hanioka T. Two mechanisms of oral malodor inhibition by zinc ions. J Appl Oral Sci 2018; 26: e20170161. 

[9] Lin LC, Que J, Lin LK, Lin FC. Zinc supplementation to improve mucositis and dermatitis in patients after radiotherapy for head-and-neck cancers: a double-blind, randomized study. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2006; 65(3): 745-750.

[10] Jordan, K, Feyer P, Höller U, Link H, Wörmann B, Jahn F. Supportive Therapie bei onkologischen Patienten. Dtsch Arztebl Int 2017; 114(27-28): 481-487.

[11] Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (Hrsg.). Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil 2, 2008. 


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