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Zahnpflege der Zukunft: Internationale Experten sehen Vorteile von Hydroxylapatit

30.07.2018

V. l.: Dr. Frederic Meyer (Dr. Kurt Wolff), Dr. Helge-Otto Fabritius, Prof. Dr. Bennett Amaechi und Dr. Joachim Enax (Dr. Kurt Wolff) vor dem Veranstaltungsgebäude der IADR in London.
V. l.: Dr. Frederic Meyer (Dr. Kurt Wolff), Dr. Helge-Otto Fabritius, Prof. Dr. Bennett Amaechi und Dr. Joachim Enax (Dr. Kurt Wolff) vor dem Veranstaltungsgebäude der IADR in London.

Auf der weltgrößten Fachtagung für zahnmedizinische Forschung der International Association for Dental Research (IADR) wurde am 25. Juli 2018 dem körperverwandten Wirkstoff Hydroxylapatit eine eigene Vortragsreihe gewidmet. Ein bemerkenswertes Zeichen: Die Bedeutung des alternativen Wirkstoffes nimmt international stark zu. Der jahrelange Einsatz deutscher Zahnschmelz-Experten für den Wirkstoff bestätigt sich im Austausch der internationalen Forscher.

Prof. Dr. Bennett T. Amaechi, Kariologe und Professor an der Universität Texas in San Antonio, USA, organisierte das Symposium. Der renommierte Zahnmediziner forscht bereits seit vielen Jahren zum breiten Wirkstoffspektrum von Hydroxylapatit. Als Moderator für das Symposium wählte er den deutschen Chemiker Dr. Joachim Enax aus.

Auf der Jahreskonferenz der Zahnmedizin konnte sich das Fachpublikum in London über die neuen Erkenntnisse zu dem körperverwandten Wirkstoff informieren und gemeinsam mit Forschern aus aller Welt diskutieren.

Deutsche Karies-Studie sorgt international für Aufmerksamkeit

Hydroxylapatit in der häuslichen Zahnpflege eignet sich besonders für drei verschiedene Bereiche: (1) für die Kariesprophylaxe, (2) bei der Vorbeugung von schmerzempfindlichen Zähnen sowie (3) zur Biofilmkontrolle und Plaque-Reduktion (Vorbeugung von Parodontitis). Auch eine klinische Studie vom Würzburger Prof. Ulrich Schlagenhauf zur Kariesprophylaxe mit Hydroxylapatit stand im Fokus der Tagung [1]. Prof. Amaechi äußerte sich folgendermaßen zu den Ergebnissen: „Although the present study demonstrated that hydroxyapatite can serve as an alternative to fluoride, hydroxyapatite may be a better choice for children and high caries risk patients since the dosage can be increased to obtain higher efficacy without the risk of fluorosis and toxicity associated with high fluoride dose.“

Basierend auf den Studienergebnissen von Schlagenhauf et al., bestätigt der amerikanische Zahnmediziner die Gleichwertigkeit zwischen der Hydroxylapatit- und der Fluoridtestgruppe in der Kariesbewertung.

Dr. med. dent. Barbara Simader (Niederlande) benennt einen weiteren Nutzen: „Die Defekte angegriffener Schmelz- und Dentinoberflächen werden repariert und gleichzeitig wird eine schützende mineralische Deckschicht ausgebildet, die vor weiteren Säureangriffen schützt.“ Hydroxylapatit bietet demnach multifunktionale Eigenschaften und viele Vorteile in der Vorbeugung von Karies und Parodontitis sowie bei der Behandlung von empfindlichen Zähnen.

Quelle: Dr. Wolff-Gruppe

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Literatur und Abstracts

[1] Schlagenhauf, U. et al. Microcrystalline hydroxyapatite is not inferior to fluorides in clinical caries prevention: a randomized, double-blind, noninferiority trial. bioRxiv, doi:10.1101/306423 (2018).


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