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3-fach-Prophylaxe auch für Menschen in der zweiten Lebenshälfte

Zahngesundheit im Alter

09.11.2017

Der langfristige Erhalt der Mundgesundheit ist essenziell.
Der langfristige Erhalt der Mundgesundheit ist essenziell.
© CandyBox Images/shutterstock.com

Die Zahl der Personen im Alter von 65 bis 74, die einen guten Mundgesundheitsstatus angibt, konnte sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifachen - eine positive Tendenz [1]. Neben regelmäßigen zahnmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen ist gerade auch die tägliche häusliche Zahnpflege mit geeigneten prophylaktischen Hilfsmitteln für den langfristigen Erhalt der Mundgesundheit essenziell. Mundspülungen mit ätherischen Ölen (z. B. Listerine®) bieten im Rahmen der täglichen 3-fach-Prophylaxe eine wertvolle Ergänzung der mechanischen Zahnreinigung. Sie erreichen auch schwer zugängliche Bereiche des Mundraums, die bei der mechanischen Zahnreinigung unberücksichtigt bleiben können [2].

Mit den Jahren nutzen sich Zähne durch Beißen, Kauen, Reißen und Schleifen sowie durch regelmäßige Angriffe säurehaltiger Speisen und Getränke ab. Prophylaxe ist deshalb in jeder Lebensphase unverzichtbar. Gerade die Behandlung von älteren Patienten mit Vorerkrankungen und gesundheitlichen Risikofaktoren kann das zahnärztliche Fachpersonal vor besondere Herausforderungen stellen. Um unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen einer Behandlung auszuschließen, sollte im Vorfeld ein ausführliches Anamnesegespräch stattfinden. Darin werden der allgemeine Gesundheitszustand sowie die Medikamenteneinnahme des Patienten abgefragt. Das erleichtert im Bedarfsfall die Entscheidung über Behandlungsumfang, Zeitpunkt und Therapieform. Aufgrund eines starken Sicherheitsbedürfnisses älterer Patienten ist es zudem wichtig, durch aufmerksames Zuhören und eine patientenindividuell angepasste Sprache ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis aufzubauen.

Empfehlungen zur häuslichen Mundhygiene: mechanische Zahnreinigung plus Mundspülung

Basis für den langfristigen Erhalt der Zahn- und Mundgesundheit ist ein gutes Biofilmmanagement. Eine effektive Biofilmkontrolle setzt bei der täglichen mechanischen Zahn- und Interdentalreinigung an. Eine umfassende mechanische Biofilmkontrolle erfordert allerdings eine hohe Motivation und gute motorische Fähigkeiten. Ist die Motorik bei Patientengruppen eingeschränkt, so steigt auch das Risiko für Karies und Parodontalerkrankungen [3]. Zur mechanischen Zahnreinigung empfehlen sich deshalb Interdentalbürsten sowie Handzahnbürsten mit dickeren Griffen, elektrische (oszillierend-rotierende oder Schall-) Zahnbürsten oder Zungenbürsten. Dennoch ist die mechanische Zahnreinigung allein nicht immer ausreichend, um den Biofilm effektiv zu entfernen. Um den nach der mechanischen Reinigung verbliebenen Biofilm effektiv zu bekämpfen, ist die ergänzende tägliche Anwendung einer antibakteriellen Mundspülung im Rahmen der 3-fach-Prophylaxe sinnvoll. Mundspülungen dringen tief in den Biofilm ein, sodass dieser gelockert und gelöst wird ? auch an Stellen, die mit Zahnbürste und Interdentalpflege schlecht zu erreichen sind [4, 5]. Dadurch kann eine neue Bakterienakkumulation zeitlich verzögert werden.

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Quellen:

[1] Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) – Kurzfassung. Institut der Deutschen Zahnärzte im Auftrag von Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung Jahr; 6–8; 20–26.
[2] Overholser CD et al. Comparative effects of 2 chemotherapeutic mouthrinses on the development of supragingival dental plaque and gingivitis. J Clin Periodontol 1990; 17: 575–579.
[3] Cichon P, Grimm WD. Die zahnärztliche Behandlung behinderter Patienten (Teil 1). Besonderheiten oraler Erkrankungen bei Behinderten. Hannover: Schlütersche GmbH & Co. Verlag 1999: 38–44.
[4] Fine DH et al. Effect of rinsing with an essential oil-containing mouthrinse on subgingival periodontopathogens. J Periodont 2007; 78: 1935–1942.
[5] Sharma N et al. Adjunctive benefit of an essential oil-containing mouthrinse in reducing plaque and gingivitis in patients who brush and floss regularly: a six-month study. J Am Dent Assoc 2004; 135 (4): 496–504.


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