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Perio Link Night 2018

Optimale Mundgesundheit verbessert Leistung von Spitzensportlern

17.07.2018

Diskussion auf der Perio Link Night 2018 in Amsterdam.
Diskussion auf der Perio Link Night 2018 in Amsterdam.

Im Rahmen des alle drei Jahre stattfindenden größten Kongresses für Parodontologie, der EuroPerio 9, feierte die Sunstar Foundation am 22. Juni im A‘dam Tower in Amsterdam die Perio Link Night, um die breite Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie eng eine gute Mundgesundheit mit allgemeiner Gesundheit und körperlicher Fitness zusammenhängt. Dass unzureichende Mundpflege und eine damit verbundene schlechte Mundgesundheit negative Auswirkungen auf die sportlichen Leistungen hat, bestätigten Spitzenathleten wie der britische Box-Weltmeister im Schwergewicht Anthony Joshua oder der italienische Skilangläufer Christian Zorzi.

„Etwa die Hälfte aller Spitzensportler müssen sich ganz besonders um ihre Mundpflege kümmern“, so das Statement der drei Sprecher der Perio Link Night Dr. Ian Needleman (Universität London), Dr. Mike Loosemore (Head of Sport am CHHP, London) und Dr. Marzia Massignani (Senior Manager Scientific Affairs bei Sunstar). Hintergrund dieser Forderung waren unter anderem die Ergebnisse einer Studie der Universität London anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2012, nach denen von den 278 untersuchten Athleten aus Europa, Amerika und Afrika rund 55 Prozent Karies, 45 Prozent Erosionen, 76 Prozent eine Gingivitis und sogar 15 Prozent eine Parodontitis hatten [1]. Fast die Hälfte der befragten Sportler gab zu, im vergangenen Jahr bei keiner zahnärztlichen Untersuchung gewesen zu sein, und knapp 20 Prozent räumten ein, dass ihre schlechte Zahngesundheit einen negativen Einfluss auf ihre Leistungsfähigkeit habe.

Athleten sind besonders stark gefährdet

In der Tat besitzen Spitzensportler ein besonders hohes Risiko, im Mundbereich zu erkranken. Anthony Joshua und Christian Zorzi nannten einige Gründe dafür: Athleten benötigen viele Kalorien, die häufig über den Tag verteilt aufgenommen werden (z.B. Sportriegel). Die große für Höchstleistungen notwendige Flüssigkeitsaufnahme wird durch Sportgetränke abgedeckt, die meist säurehaltig sind und einen hohen Zuckeranteil besitzen. Das intensive Training führt zu vermehrter Mundatmung und damit zu geringerem Speichelfluss und Mundtrockenheit – optimale Gegebenheiten für das ungehinderte Wachstum von Bakterien im Mundraum.

Schlechte Mundgesundheit – schlechte Leistung

Schlechte Mundgesundheit ist nicht nur ein Schönheitsproblem oder ein Problem, das den Mundbereich betrifft. Mundgesundheit wirkt sich auf verschiedene Weisen negativ auf die sportliche Leistung der Athleten aus. Beispielsweise, erklärte Dr. Loosemore, gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen versäumtem Training und unbehandelten Mundproblemen. Seit die Mundpflege im Boxteam überwacht wird, ist die Teilnahme der Aktiven an den Trainingseinheiten verbessert. Ganz wichtig ist auch der bestehende, gut untersuchte Zusammenhang zwischen einer Entzündung im Mundraum und einer Erkrankung des gesamten Körpers – wie etwa Diabetes. Eine verbesserte Mundgesundheit wirkt sich positiv auf den gesamten Gesundheitszustand und das Wohlbefinden aus, betonte Dr. Needleman.

Bewusstsein für die Wichtigkeit der Mundhygiene wecken

Mundpflege scheint beim medizinischen Check-up der Spitzenathleten erst eine Priorität zu werden, wenn Schmerzen auftreten. Dies bedeutet, dass es manchmal zu spät ist für eine Vorsorge und somit weitergehende Eingriffe notwendig sind. Mundpflege sollte daher zur täglichen Routine eines Spitzenathleten gehören – genau wie Ernährung, Physiotherapie und Training. Dr. Needleman fasste es so zusammen: „Der Mund muss zurück in den Körper”. Auf die Frage nach dem „Wie?“ stimmten alle Diskussionsteilnehmer überein: Sensibilisierung erhöhen, Bildungsarbeit und Verhaltensänderung. „Mundpflege sollte aber nicht nur für Spitzenathleten zur täglichen Routine werden“, erklärte Dr. Massignani, „der heutige Abend ist eine großartige Gelegenheit, das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Mundhygiene bei allen zu wecken.“ Die grundlegenden Empfehlungen lauten: Zweimal täglich Zähne putzen, Interdentalreinigung und Mundspülung, sowie zweimal jährlich eine zahnärztliche Untersuchung.

Über die Sunstar Foundation 

Die Sunstar Foundation wurde 1977 gegründet, um aktiv eine bessere Mundgesundheit zu fördern. Unter der Schirmherrschaft dieser Stiftung entwickelt und verwaltet Sunstar die meisten Forschungsaktivitäten, sozialen Initiativen sowie Auszeichnungen und Zuwendungen für Mundgesundheitsvorsorge. Weitere Informationen zu den Auszeichnungen finden Sie hier

Quelle: Sunstar

 

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Literatur

[1] Needleman I, Ashley P et al. Oral health and impact on performance of athletes participating in the London 2012 Olympic Games: a cross-sectional study. http://bjsm.bmj.com/content/47/16/1054


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