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Aktueller Experten-Konsens zur effektiven Halitosis-Therapie

Mechanische Mundhygienemaßnahmen meist nicht ausreichend

07.11.2017

Am 05. Juli 2017 fand in Frankfurt am Main eine interdisziplinäre Round-Table zum Thema „Welche Mundspülung ist die richtige für welchen Patienten? Individuelle Therapieansätze mit Mundspülungen – von der allgemeinen Hygieneempfehlung bis zur speziellen Halitosisbehandlung“ statt. Das Konsensuspapier zur Veranstaltung beinhaltet nebst Empfehlungen zum Halitosis-Management eine Übersicht über den aktuellen Forschungstand zu Halitosis sowie Praxiserfahrungen aus der Sicht des Zahnarztes und der Dentalhygienikerin.

Im Rahmen einer professionellen Mundgeruchbehandlung ist die patentierte Mundspülung CB12® als Bestandteil der häuslichen Therapie empfehlenswert – zumal die 12-Stunden-Wirksamkeit des Präparats bei oraler Halitosis wissenschaftlich eindeutig belegt ist [1, 2, 3]. Dies konstatierten die vier Zahnärzte und zwei Dentalhygienikerinnen des interdisziplinären Round-Table-Halitosis (siehe Bild).

  • Die Mitglieder des Halitosis-Experten-Boards (v. l.): Dr.
med. dent. Sebastian Michaelis, Düsseldorf; Vorstand des Arbeitskreises Halitosis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK); Gabriele Gaar, Fachpraxis am Frauenplatz, München und Zahnärzte Kirchseeon; Vorstand Verband Deutscher Dentalhygieniker (VDDH); Prof. Dr. med. dent. Rainer Seemann, Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin,
Universität Bern; Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises Halitosis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK); Birgit Hühn, Zahnarztpraxen München/Rechtmehring, Vorstand Verband Deutscher Dentalhygieniker (VDDH); Prof. Dr. med. dent. Michael Noack, Direktor Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Universität zu Köln; Dr. med. dent. Valentin Bartha, M.Sc., Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnerhaltung, Leiter Halitosis-Sprechstunde, Universitätsklinikum Tübingen.

  • Die Mitglieder des Halitosis-Experten-Boards (v. l.): Dr. med. dent. Sebastian Michaelis, Düsseldorf; Vorstand des Arbeitskreises Halitosis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK); Gabriele Gaar, Fachpraxis am Frauenplatz, München und Zahnärzte Kirchseeon; Vorstand Verband Deutscher Dentalhygieniker (VDDH); Prof. Dr. med. dent. Rainer Seemann, Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin, Universität Bern; Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises Halitosis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK); Birgit Hühn, Zahnarztpraxen München/Rechtmehring, Vorstand Verband Deutscher Dentalhygieniker (VDDH); Prof. Dr. med. dent. Michael Noack, Direktor Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Universität zu Köln; Dr. med. dent. Valentin Bartha, M.Sc., Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnerhaltung, Leiter Halitosis-Sprechstunde, Universitätsklinikum Tübingen.

Es herrschte Einigkeit darüber, dass die Mundspülung aufgrund der niedrigen Dosierung (Chlorhexidin, CHX: 0,025 % und Zinkacetat: 0,3 %) und des angenehmen Geschmacks für einen dauerhaften Einsatz geeignet ist: zum Beispiel zur Halitosis-Prophylaxe oder zur psychologischen Unterstützung, wenn Patienten sich hinsichtlich der Ausprägung ihres Mundgeruchs unsicher sind. Da in ca. 90 % der Mundgeruchsfälle eine intraorale Halitosis zugrunde liegt, sollte das zahnärztliche Team gemäß Expertenkonsens die erste Anlaufstelle für die Betroffenen sein. Zudem werden bedarfsorientierte Recall-Behandlungen zur Sicherung des langfristigen Erfolges der Halitosisbehandlung empfohlen.

Ideale Kombi: Zungenreinigung + Mundspülung

Die Hauptursachen intraoraler Halitosis (Parodontitis, Gingivitis und insbesondere Zungenbeläge) gilt es laut Experten zunächst durch den Zahnarzt in Kooperation mit der DH/ZMF/ZMP zu beseitigen. Dabei wird betont, dass eine rein mechanische Zungenreinigung die Konzentration von mundgeruchsverursachenden Schwefelverbindungen meist nur kurzzeitig verringert. „Reicht die alleinige mechanische Reinigung der Zunge nicht aus, den Mundgeruch dauerhaft und ausreichend zu reduzieren, sollten orale Antiseptika mit nachgewiesener Wirksamkeit zusätzlich zur Zungenreinigung, die in der Regel morgens und abends durchgeführt wird, angewendet werden“, erläuterte Prof. Dr. med. dent. Rainer Seemann, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises Halitosis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Universität Bern. Der therapiebegleitende Einsatz von Mundspüllösungen stehe derzeit jedoch noch zu wenig im Fokus der Zahnarztpraxen, wie Prof. med. dent. Michael Noack, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Universität Köln, betonte.

„Handelt es sich um eine intraorale Halitosis ohne direkt therapierbare Ursache, kann eine Mundspülung mit niedrig dosiertem CHX und Zinkacetat zur symptomatischen Behandlung empfehlenswert sein“, so der niedergelassene Zahnarzt Dr. med. dent. Sebastian Michaelis, Vorstand des Arbeitskreises Halitosis der DGZMK, Düsseldorf. Gabriele Gaar, Vorstand Verband Deutscher Dentalhygieniker (VDDH), unterstrich die Bedeutung von Mundspülungen wie CB12 als Ergänzung zur mechanischen Reinigung von Plaque-Retentionsstellen.

Die Experten waren sich einig, dass die zwischen Zahnarzt und Patient abgestimmten Mundhygienemaßnahmen in Kombination mit CB12 für eine langfristige, stabile Halitosiskontrolle sorgen können.

Evidenz & Verträglichkeit

„Neben einer möglichst breiten und hochwertigen Evidenz bezüglich der Wirksamkeit einer Mundspülung sollten zugleich wenige unerwünschte Wirkungen vorhanden sein“, betonte Dr. med. dent. Valentin Bartha, M.Sc., Universitätsklinikum Tübingen. Daher kommen höher dosierte CHX-Präparate laut Experten für eine dauerhafte Anwendung zur Mundgeruchseindämmung nicht infrage: Sie veränderten das Milieu der Mundflora stark und Verfärbungen seien nicht zu vermeiden, wie Birgit Hühn, Vorstand VDDH, München, bekräftigte. Gemäß Expertenkonsens eignet sich die niedrig dosierte CB12 Mundspülung zur dauerhaften Anwendung, bietet dabei die Sicherheit einer wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkdauer von mindestens 12 Stunden, ist einfach in die tägliche Mundhygiene integrierbar und reduziert den Mundgeruch mit Hilfe aktiver Inhaltsstoffe, statt ihn lediglich zu überdecken.

Info-Services Halitosis

Eine Zusammenfassung von Studiendaten zum Thema Mundspülungen mit Zinkacetat
und Chlorhexidin
finden Dentalfachkräfte im Studien-Booklet „Evidenzbasierter Umgang
mit Halitosis in der Praxis“
, welches im Fachbereich auf www.cb12.de zum Download
bereit steht. Dort kann auch der Dental-Newsletter abonniert werden. Zahnmedizinische
Fachangestellte können sich auf www.halitosis-fortbildung.de zum Thema sensible
Patientenansprache bei Mundgeruch „Halitosis – wie sage ich es meinem Patienten?“
Online fortbilden.

Das Konsensuspapier kann via E-Mail an medaotc(at)medapharma.de als Printexemplar angefordert werden und steht im Fachbereich auf www.cb12.de als PDF zum Download zur Verfügung.

Quelle: Meda Pharma 

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Literatur

[1] Seemann R et al. J Breath Res 2016;10(3):036002.[
[2] Erovic Ademovski S et al. Acta Odontol Scand 2011;70(3),224-233.
[3] Thrane P S et al. Dental Health 2010;49(1):6-10.


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