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Johnson & Johnson lud zum Update Prophylaxe und Parodontologie

Der Parodontitis-Patient in der Prophylaxe

21.11.2017

Aus dem Produktportfolio von Listerine®.
Aus dem Produktportfolio von Listerine®.


Am Vorabend des deutschen Zahnärztetages Mitte November 2017 in Frankfurt am Main hat Johnson & Johnson, Markeninhaber von Listerine®, Pressevertreter zu einem "Update Prophylaxe und Parodontologie" eingeladen.

Dentalhygienikerin Julia Haas B. Sc., wissenschaftliche Mitarbeiterin an der praxisHochschule Köln und Dr. Markus Bechtold (Zahnkultur – Gemeinschaftspraxis für Zahnmedizin GbR Dr. Schneider – Dr. Rasche – Dr. Bechtold, Köln) zeigten auf, wie sie Patienten rund um Parodontologie und Gingivitis aufklären und stellten aktuelle Fälle aus der Praxis vor. Beide Referenten empfehlen eine häusliche Dreifachprophylaxe mit Zähneputzen, Interdentalraumpflege und einer Mundspüllösung sowie eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Mundspüllösungen wie z. B. Listerine sollte hierbei nicht nur prophylaktisch vom gesunden Patienten angewendet werden, sondern auch von Gingivitis- und Parodontitis-Patienten.

  • DH Julia Haas und Dr. Markus Bechtold.

  • DH Julia Haas und Dr. Markus Bechtold.

Parodontitis: Weiter verbreitet als angenommen

Für die aktuelle fünfte Ausgabe (DMS V) [1] wurden im Zeitraum Oktober 2013 bis Juli 2014 in 90 Städten und Gemeinden mehr als 4.600 Personen sozialwissenschaftlich befragt und zahnmedizinisch-klinisch untersucht. Die grundsätzliche Erkenntnis: Die Dentalgesundheit der deutschen Bevölkerung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Im Vergleich zu den anderen G-7-Staaten – Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien und USA – haben Kinder hierzulande die geringste Karieserfahrung, schwere Parodontalerkrankungen sind auch unter deutschen Erwachsenen weit weniger verbreitet als andernorts und Senioren leiden nur noch selten unter völliger Zahnlosigkeit. Das ist ein Ergebnis von konstanter Prophylaxe, Aufklärung und verbesserter Mundhygiene, so das Resümee der Studienautoren [2]. Trotz des damit dokumentierten Erfolgs der zahnmedizinischen Präventionsarbeit, könnte die Mundgesundheit der Deutschen noch besser sein.  

Insgesamt sprechen die Untersuchungsergebnisse für den Erfolg verstärkter präventiver Maßnahmen und eine gute zahnärztliche Versorgung in Deutschland. Sorgen bereitet den Dentalexperten jedoch ein bedeutsamer Teilaspekt: Mehr als jeder zweite jüngere Erwachsene ist von einer parodontalen Erkrankung betroffen (52 % der Probanden), davon weisen mehr als 43 % eine moderate Parodontitis (43,4 % der Probanden) aus [3]. Die Zahlen legen nahe, dass die Krankheit in der Bevölkerung weiter verbreitet ist als bisher angenommen [4]. Und: Aufgrund des demografischen Wandels wird der Behandlungsbedarf bei Parodontitis nach Überzeugung sowohl der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) [5] als auch der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) [6] künftig noch steigen. Deshalb empfehlen die Experten der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie ausdrücklich verstärkte „Maßnahmen der primären und besonders der sekundären Prävention, die in der gesamten Breite der Bevölkerung verstärkt eingesetzt werden“ [7].

Mit 3-fach-Prophylaxe gegen pathogene Keime

Durch die Aggregation von Bakterien auf der Zahnoberfläche und anderen harten Strukturen in der Mundhöhle, können die dort lebenden Mikroorganismen pathogen werden [8]. Dieser dentale Biofilm – umgangssprachlich Plaque genannt – ist ein Mitverursacher für häufige Erkrankungen des Mundraumes wie Karies, Gingivitis und Parodontitis. In dessen regelmäßiger Kontrolle liegt eine der effektivsten Maßnahmen, um Zähne und Zahnfleisch langfristig gesund zu halten.

Ein wichtiger Bestandteil präventiver Vorkehrungen ist neben der professionellen zahnärztlichen Betreuung und Behandlung die häusliche Mundhygiene. Viele Menschen denken dabei oft nur an die mechanische Zahnreinigung mithilfe von Zahnbürste, Interdentalbürste oder Zahnseide. Damit lassen sich die Zahnflächen, die rund ein Viertel des gesamten Mundraumes ausmachen, gut reinigen. Die zusätzliche Verwendung einer antibakteriellen Mundspülung im Rahmen der täglichen 3-fach-Prophylaxe kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie erreicht auch Bereiche des Mundes, die bei der mechanischen Zahnpflege unberücksichtigt bleiben können.

Insbesondere Mundspülungen auf der Basis ätherischer Öle (z.B. Listerine®) sind in der Lage, den dentalen Biofilm zu durchdringen, und können dabei helfen, krankheitserregende Keime effektiv zu bekämpfen. Die ätherischen Öle zerstören die aus lipophilen Molekülen bestehenden bakteriellen Zellwände und zersetzen dadurch die Struktur des Biofilms [9, 10]. Der Biofilm wird gelockert und gelöst, auch an Stellen, an die Zahnbürste und Zahnseide nicht ausreichend hinkommen.

Nachgewiesen besser: Mechanische Zahnreinigung plus Mundspülung

Im Idealfall können Zahnarzt und Praxisteam den Patienten zur Mitarbeit für seine eigene Mundgesundheit bringen und von der täglichen 3-fach-Prophylaxe überzeugen. Deren positive Auswirkung bestätigt eine aktuelle Metaanalyse, die Daten von über 5.000 Probanden umfasst. Demnach ergab die ergänzende Mundspülung mit ätherischen Ölen (Listerine) zusätzlich zur Reinigung mit Zahnbürste und Interdentalbürste oder Zahnseide nach 6 Monaten fast 5-mal mehr plaquefreie Zahnflächen im Vergleich zur mechanischen Reinigung allein. Zudem führte die zusätzliche Verwendung der Mundspülung zu 2-mal mehr gesunden Zahnfleischstellen als die mechanische Zahnreinigung allein [11].

In-vitro und klinische Studien haben weiterhin nachgewiesen, dass ätherische Öle im supragingivalen Raum in den Biofilm eindringen können und die Bakterienzahl reduzieren. Ihre Wirkung erreicht sogar den subgingivalen Raum [9]. Unerwünschte Verfärbungen der Zähne, wie sie Mundspülungen mit dem Wirkstoff Chlorhexidin bei Langzeitanwendung verursachen können, konnten nicht beobachtet werden [12].

Auf altersgerechte Prophylaxeprodukte achten

Mit Blick auf die wachsende Zahl älterer Patienten sollten sich Zahnärzte und ihr medizinisches Fachpersonal zudem mit den typischen Charakteristika von Senioren vertraut machen. Deren starkes Sicherheitsbedürfnis etwa kann der Arzt durch aufmerksames Zuhören und einer patientenindividuell angepassten Sprache aufbauen. Da altersbedingte körperliche Einschränkungen die Zahnpflege nicht selten erheblich erschweren, ist es bei diesen Patienten sinnvoll, altersgerechte Prophylaxeprodukte wie beispielsweise leicht handhabbare Mundspülungen als Ergänzung zu Zahnbürste und Zahnseide zu empfehlen.

Quelle: Johnson & Johnson

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Quellenverzeichnis:

 

[1] A. Rainer Jordan, Wolfgang Micheelis (Gesamtbearbeitung): Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie, DMS V, Materialienreihe Band 35, Deutscher Ärzteverlag 2016 – Kurzfassung (Kf)

[2] DMS V (Kf), S. 4

[3] DMS V (Kf), S. 15

[4] DMS V (Kf), S. 16f

[5] kzbv.de: Konzepte und Berichte, DMS V

[6] bzaek.de: Nachrichten

[7] DMS V (Kf), S. 17

[8] Müller, Hans-Peter: Checklisten der Zahnmedizin Parodontologie, Thieme, 3. Auflage, 2012, S. 31ff

[9] Fine DH et al. Effect of rinsing with an essential oil-containing mouthrinse on subgingival periodontopathogens. J Periodont 2007;78:1935–1942

[10] Pan PC et al. In-vitro evidence for efficacy of antimicrobial mouthrinses. Journal of dentistry 2010;38:16-20.

[11] Araujo MWB, Charles C et al. Meta-analysis of the effect of an essential oil-containing mouthrinse on gingivitis and plaque. JADA 2015; 146(8): 610-622.

[12] Stoeken JE, Paraskevas S, van der Weijden GA. The long-term effect of a mouthrinse containing essential oils on dental plaque and gingivitis: a systematic review. J Periodontol 2007;78:1218–1228.

 

 

 

 

 


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